Home Magie: Zauber mit Runen und Zahlen

Die automatische Übersetzung ist zwangsläufig ungenau. Diese Übersetzung ersetzt nicht die Lektüre der deutschen oder englischen Original-Texte.

Oder: ... berechnende Worte klug berechnet

Die germanische Runenreihe, fuþark, setzt sich aus 24 Runen zusammen, wobei jede Rune gleichsam für eine Sache steht, ja fast mit ihr identisch ist. So heißt die f-Rune im angelsächsischen Runenlied feoh, das altenglische Wort für 'Vieh'. Da dies das frühste Zahlungsmittel war, bezeichnet das Wort schließlich jeglichen beweglichen, also geldgleichen Besitz. Eine andere Rune steht dagegen für die Immobilie, den Grundbesitz. Die g-Rune heißt gifu, Gabe, eine wichtige Einnahmequelle in jenen Tagen, als Gehälter noch unbekannt waren. Und da man all diese 24 Zeichen für magisch wirksam hielt, bildeten sich ganz bestimmte Ritztechniken heraus, um deren Kraft zu nutzen. Das konnte die Mehrung des Besitzes durch den Empfang von Gaben betreffen, ebenso auch Gesundheit oder göttlichen Beistand im Kampf. Neben den Segenswunsch tritt der nach Abwehr von Schaden, aber auch der Schadenszauber gegen ungeliebte Mitmenschen.

Die Anzahl der Runen (24) im sog. älteren fuþark ergibt sich nicht etwa aus der Zahl der erforderlichen Laute, sie ist vielmehr zahlenmagisch begründet. Neben der 11 sind besonders 3, 4 und 8 wirksame Zahlen, und mehr noch die Produkte dieser Zahlen (24, 48, 72 etc. bzw. 240, 480, 720 usw., aber auch 3, 9 etc., 30, 90 etc. bzw. 300, 900 usw.). So ist es nicht verwunderlich, daß die Runenreihe in 3 Gruppen (ættir) zu je 8 Runen (ætt) aufgeteilt ist. Zählt man die Zahlen 1 bis 24 zusammen, erhält man den Runenwert 300. Allerdings dürfte jede Zahl eine Bedeutung gehabt haben; und so müssen wir aufpassen, daß wir Zufall und Absicht nicht verwechseln.

In der runischen Praxis heißt dies: Inschriften, zusammengesetzt aus 9, 24, 48, 72 usw. Symbolen, können in magischer Absicht so abgefaßt sein. In die Runenzahl sind aber auch in den Text eingefügte Punkte (Zahl und Wert je 1) einzubeziehen. Sie wurden gelegentlich notwendig (F-Platte), um bestimmte Runenzahlen oder -werte zu erreichen; denn neben der Runenzahl kann auch der Runenwert magisch wirksam sein. Im fuþark stehen also f für 1, u für 2, þ für 3 usw. Alle Werte miteinander addiert, ergeben die Gesamtsumme 300. Wenn sich also im Idealfall eine Inschrift aus 72 Zeichen (Runenzahl) zusammensetzt, die den Wert 720 (Runenwert) ergeben, dann dürfte zweifelsfrei runenmagische Absicht vorliegen. Und genau dies finden wir auch auf dem Runenkästchen. Und mehr! - Später.

Mit dem Lautwandel entwickelte sich das germanische fuþark zum anglofriesischen fuþorc, das zunächst 27 (3 x 9) und später 33 (3 x 11) Runen aufwies. Dennoch hat sich die auf 3x8 basierende runenmagische Praxis erhalten, wobei auch 9 und 11 besondere magische Qualität hatten.

Wie noch zu zeigen ist, entwickelte der Runenmeister mit seinen zahlenmagischen Praktiken eine Perfektion, die unsere Fähigkeiten am Taschenrechner auf eine harte Probe stellen.

 

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