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Die automatische Übersetzung ist zwangsläufig ungenau. Diese Übersetzung ersetzt nicht die Lektüre der deutschen oder englischen Original-Texte. Der Text setzt hier (anders als sonst) auf der oberen Leiste ein, läuft über die rechte Leiste, fährt auf der Bodenleiste linksläufig und kopfstehend fort und endet rechtsläufig auf der linken Leiste, also dort, wo wir gewöhnlich die Beschwörungsformel fanden. Ob irgendein Textteil als magische Wendung gedacht ist, wird noch zu untersuchen sein.1 Wenn hier ebenso wie auf der R-Platte der Text auf der Bodenleiste "kopfstehend" eingefügt ist, dann mag das mit dem gleichen Ort (hearh), einer sakralen Stätte, zu tun haben. Dazu paßt auch, daß hier eine Art Geheimschrift gebraucht wird, verschlüsselt dadurch, daß die Vokale nicht in Runen, sondern in runenähnlichen Zeichen wiedergegeben werden. Diese Form der Kryptographie kannten schon die Römer, und auch der zeitgenössische Winfrid Bonifacius (um 700) soll sie verwendet haben. Ihr Gebrauch an dieser Stelle erklärt sich aus der Funktion der Tafel: Hier soll der Tod beschworen, aber nicht heraufbeschworen werden. Unser Held soll dereinst auf dem Schlachtfeld, nicht aber jetzt von der Leiter fallen. Wäre der Spruch ohne Schwierigkeiten lesbar, dann könnte er zur Unzeit Schaden stiften. So aber müßte ein Störenfried 'den Code knacken' und hätte sich auf den Kopf zu stellen, um den Text zu zitieren. Natürlich hätte er die Schachtel einfach umdrehen können, - aber hätte er sich das getraut, wenn er an ihre Magie glaubte? Dennoch, irgendein Unglück muß den Besitzer verunsichert haben; zwei Runen des Wortes agl(ac) - und das heißt Unglück! - sind weggeschabt. Die Späne werden (folgt man der Egilssaga) verbrannt worden sein. Die Textlesung ist nicht ganz eindeutig gesichert, läßt sich aber über metrische Erwägungen und im Kontext mit dem Bild doch zufriedenstellend deuten. Dieses gliedert sich in drei Segmente, während die Inschrift aus drei alliterierenden Versen besteht. Nach diesen Langversen gegliedert und in Wörter aufgelöst, lesen wir:
Im Bildteil sind drei weitere Wörter eingefügt: risci » wudu » bita Gewöhnlich liest man her hos sitæþ, und übersetzt: "Hier sitzt das Pferd", was anatomisch, biologisch und ikonographisch eher abwegig ist, - selbst im Vergleich mit den sitzenden Rössern auf der T-Platte. Da nun diese Szene der auf der R-Platte ähnelt, befinden wir uns wieder im Heiligen Hain, herh, und so getrennt wird das os zur Gottheit, zur Waldgottheit. Schließlich spricht für diese Lesung, daß auch auf den anderen Platten an eben dieser Stelle ein Nomen (Namen) steht: fisc, Romwalus, Titus. Hier also Herhos.Diese Waldgottheit "sitzt auf dem Harmberg", was vermutlich ihr angestammter Platz ist, zumal ja Berge oft als Sitze der Gottheiten verehrt wurden. Von dort geht Harm, also Kummer und Schmerz aus, wird jedoch nicht erlitten. Problematischer ist die Auflösung von hir-i-erta-e-gisgraf, was aber den Sinn nicht verschließt, zumal das Bild die Lesung stützen kann. Ob nun erta(e) oder ierta(e), es wird sich um ein höheres Wesen handeln. Am nächsten kommt dem die Erce des ags. Zauberspruchs, die anglische Mutter Erde (Erce, Erce, Erce, eorÞen moÞer).2 Vielleicht aus numerischen Gründen wurde c zu t, vielleicht aber wandelte der christliche Schreiber den tabuisierten Namen einer heidnischen Gottheit "Erta" in eine unverfänglichere Namensform "Erce". Daß "Erta" die eigentliche Namensform ist, legen Erdmuttergestalten wie Hertha, Bertha, Perchta und wohl auch die Nerthus des Tacitus nahe. Wenn nun auch "Jörd" (aisl. Jörð "Erde") mit "Erta" verwandt ist, dann liegt es nahe, das "i" in hiri-i-erta dem Namen der Erdgottheit (IERTA) zurechnen. Dazu im Anhang mehr unter: "Die Jungfrau und der Vamp". Auch für die dritte Langzeile, wo insbesondere die Wendung særden unterschiedlich gedeutet wird, muß letztlich die Bilddeutung herangezogen werden: Eher aktiv (verursachen) als passiv (erleiden). Die Zeilen werden nun so zu übersetzen sein:
Die Wörter im Bildteil stehen für: Zweig, Holz (Wald?), Beißer |
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