Home Übersicht

Die automatische Übersetzung ist zwangsläufig ungenau. Diese Übersetzung ersetzt nicht die Lektüre der deutschen oder englischen Original-Texte.

Das Runenkästchen von Auzon, eine Schnitzarbeit aus Walknochen, gehört zu den sensationellsten Denkmälern aus angelsächsischer Zeit. Nach wechselvoller Geschichte steht es nun im Britischen Museum in London, nach seinem Schenker an das Museum 'Franks Casket' benannt.

Es wird um in der 1. Hälfte des 7. Jh. im Norden Englands, in Nordhumbrien, entstanden sein. Mit seinen bildlichen Darstellungen ist es Zeugnis der synkretistischen Epoche, der Übergangszeit vom Heidentum zum Christentum.

Vom Christentum angeregt ist die Auswahl einiger Bilder sowie überhaupt die Form szenischer Darstellung, heidnisch dagegen die Magie durch Bilder, runische Texte, Runenzahlen und Runenwerte.

Der Runenmeister entwickelt mit der Bilderfolge ein Programm, welches das Leben seines Schützlings von der Geburt bis zum Tode und danach bestimmen soll. Dieses Programm beginnt - von rechts nach links - auf der Vorderseite (F-Platte) mit dem Magierbild und setzt sich dort mit der Darstellung des mythischen Schmiedes auf dem Wielandbild fort. Die Inschrift dieser Seite, die Verse vom Wal, bezieht sich scheinbar nicht auf die Bilder, aber eben nur scheinbar.

Auf der linken Seite (R-Platte) geht es mit der Abbildung der römischen Göttersöhne, Romulus und Remus weiter. Hier kommentiert die runische Inschrift die Darstellung.

Die Rückseite (T-Platte) zeigt die Eroberung Jerusalems (70 n. Chr.) durch Titus. Auch wird die Darstellung von der Inschrift erläutert, jedoch wechselt diese nach einem ags. runischen Textanfang in einen lateinischen Buchstabentext und zurück.

Weiter führt das Programm zur rechten Seite (H-Platte) mit einer germanisch - mythischen Darstellung vom Tod eines Helden, kommentiert durch eine runische Geheimschrift.

Die Bilderfolge endet mit Darstellung des Bogenschützens Ægil auf dem Deckel (Æ-Platte).

   

Einleitung
- Das Kästchen
- Nordhumbrien im 7. Jahrhundert
- Magie: Zauber mit Runen und Zahlen
- Programm: Reliquiar oder Schatzkiste?
- Das Kästchen, ein Kriegerleben?

Vorderseite (F-Platte)
- Die Inschrift: Die Verse vom Wal
- Das Magierbild
- Das Wielandbild
- Runenzahl und Runenwert

Linke Seite (R-Platte)
- Die Inschrift: Romulus und Remus
- Das Bild
- Runenzahl und Runenwert

Rückseite (T-Platte)
- Die Inschrift: Titus
- Das Bild
- Runenzahl und Runenwert

Rechte Seite (H-Platte)
- Die Inschrift: Herh-os
- Das Bild
- Magie, Runenzahl und Runenwert

Deckel (Æ-Platte)
- Die Inschrift: (Ægil)
- Das Bild
- Runenzahl und Runenwert

Zusammenschau
- summa summarum
- Inschriften; Runenzahl und Runenwert
- Inschriften; Eine luni-solare Kalenderformel
- Mythenwesen; Fylgja und Walküre

Anhänge
- Bilder
- People and Places
- Nordosten Englands
- Wielandsage
- Die Jungfrau und der Vamp
- Literaturhinweise
- Andere Seiten zum Thema
- Angelsächsische Geschichte
- Abbilder, Runen, Zahlen und Werte
- Ikonographie der Magierbilder (Heilige Drei Könige)

Lieder-Edda

Gastbeiträge
- K. Barthelmes, Stranded Whales
- V. Szabo, Bad to the bone

Casketforum

Die runischen Texte scheinen diese Bilder zu kommentieren. Doch in der rückblickenden Zusammenschau zeigt sich, daß sowohl die Runen sowie deren Anzahl und Werte in den Dienst der magischen Absicht gestellt sind, daß also Runenmagie neben die Bildmagie tritt. Der mathematische Aufbau aller Inschriften und die Wechselbeziehung von Bild und Runen sind nachweisbar und somit nicht zufällig. Während die Anzahl der Runen sich an dem solaren Jahr zu orientieren scheint, entspricht ihr Wert dem lunaren Jahr. Beide Zyklen werden über einen 8- bzw. 19- Jahr-Zyklus harmonisiert. In weiteren "Anhängen" werden Korrekturen und Ergänzungen sowie verwandte runische Themen nachgeliefert. Dafür erbitten wir:

Beiträge, Anregungen und Mitteilungen für ein Casketforum bitte an: E-Kontakt

Ausführliche Texte und Literaturangaben in:
Alfred Becker, Franks Casket. Zum Runenkästchen von Auzon
(Regensburger Arbeiten zur Anglistik und Amerikanistik, Bd. 5), Regensburg 1973; 306 S.

Exemplare der Restauflage sind über den Verlag Peter Lang, Frankfurt, Basel usw. zu beziehen

Haftungsausschluß

 

previous: Intute search catalogue Intute search catalogue Das Kästchen next: Das Kästchen

Quelle: http://www.franks-casket.de Page Top Page Top © 2009 email